CGSB e.V. – Contestgruppe Schöppinger Berg e.V.

DF0MU | DP7D – CQ aus JO32PC

Schlagwort: Kurzwelle

Da muss man zweimal hinsehen

Das war der Stand im Kurzwellenraum am Montag, 08.07.2019.

Die 28. Kalenderwoche 2019 stand seit Beginn des Jahres als „Umbauwoche Kurzwelle“ in unserem Wiki fest. Mitglieder der Kurzwellengruppe haben diesen Termin auserkoren, um sowohl Technik als auch Ergonomie der Station zu überarbeiten. Am Ende der Woche haben wir dann die Teilnahme an der IARU World Championship gesehen.

Nachdem aber klar wurde, dass es als Gesamtprojekt nicht zu schaffen war, teilten wir die Arbeiten auf. Wir begannen also damit, uns Gedanken über den ergonomischen und optischen Umbau zu machen. Wünsche einzelner wurden im Wiki eingetragen und, wenn möglich, auch gerne beachtet.

Die Arbeit begann

Franjo und Holger begannen am Dienstag damit, den Kurzwellenshack auszuräumen und alle Nägel und Schrauben aus den Wänden zu entfernen. Die Stationen wurden mit allen Einzelteilen in der Halle zwischengelagert und abgedeckt. Das ausräumen der Station mit allen Geräten, Kabeln, Bildern und Mobiliar hat ganze zwei Manntage angedauert. Einige Zeit nahm auch die Beschriftung aller Kabel in Anspruch.

Wir bekennen Farbe

Michael, DH5DAX, besorgte auf seinem Weg zur Station Malersachen, Farbe für die Wände und auch Laminat für den Boden. Wir wollten, so war es ein Wunsch, einen pflegeleichten Bodenbelag. Wir haben in der Vergangenheit immer wieder gemerkt, dass, insbesondere nach Besuchen in der Schafwiese, die Schuhe nie so richtig sauber waren. Mit dem neuen Bodenbelag soll es jetzt leichter sein, die Hinterlassenschaften der Schafe und anderer Lebewesen auf dem Gelände wieder zu entfernen.

Die Farbe erschien im ersten Moment als sehr gewöhnungsbedürftig. Allerdings hat sie den Vorteil, das Licht nicht zu reflektieren und die Augen somit zu ermüden. Michael verspachtelte die Löcher in den Wänden und machte den ersten Testanstrich. Die Arbeiten endeten dann um 4 Uhr in der Frühe. Am Tag zwei kamen weitere 36 Arbeitsstunden hinzu.

Der Mittwoch begann dann mit dem Anstrich des gesamten Funkraumes. Während die Farbe an der Wand trocknete, besorgten Holger und Michael bei einem gut sortierten Baumarkt in Münster die neuen Arbeitsplatten und reichlich Material für das neue Lichtkonzept. Die Sache mit den Arbeitsplatten sollte sich aber noch als problematisch herausstellen.

Das IKEA-Prinzip – oder: Wie bekomme ich nur alles mit

Nun ja – wir waren mit dem Camper angereist und mit eben diesem wollten wir alles mit auf den Berg nehmen. Nun waren die Arbeitsplatten 2,80m lang was kein Problem darstellen sollte – aber auch 90 cm tief. Genau das wurde uns aber zum Verhängnis! Wir hatten im Camper nur die Möglichkeit, eine Platte mitnehmen zu können. Für die zweite gab es keine weitere Bewegungsmöglichkeit. Also würden wir um eine zweite Fahrt zum Baumarkt nicht herum kommen.

Die eine Platte eingeladen – die zweite bei den freundlichen Mitarbeitern des Baumarktes in Obhut gegeben, trafen wir wieder auf dem Berg ein. Jetzt machten wir uns daran, die erste (sehr gewichtige) Massivholzplatte vor die weitere Verarbeitung und die Lasur vorzubereiten. Zeitgleich begannen im Funkraum die Arbeiten am Bodenbelag. Weitere Mitglieder waren in der Zwischenzeit eingetroffen und beäugten teils skeptisch, teils verwundert, die Verwandlung im Shack.

Es werde Licht

Wo dunklere Wände und dunkles Holz sind, muss es auch Licht geben. Neben der vollen Kampfbeleuchtung durch die Neonröhren an der Decke (die auch weiterhin vorhanden sind) sollte es eine angenehme und eben ermüdungsfreie Beleuchtung geben. Wir realisierten es durch ein Alu – T-Profil rundum, in das oben und unten LED-Streifen geklebt wurden. So scheint ein Licht nach oben und wird durch die Decke reflektiert und ein Licht entlang der Wand nach unten.

Uns graute schon am davor, am Donnerstag die zweite Arbeitsplatte abholen zu müssen. Das Gewicht und das millimetergenaue bugsieren in den Camper sorgte nicht gerade für Jubelstürme. Aber – da zahlte sich der Erfahrung des Vortags aus – ging genau dieses sehr schnell und unkompliziert von statten. Binnen weniger Minuten war alles verladen.

Nach einer kurzen Verschnaufpause bei einer Currywurst vom Sternekoch Mario Kotaska (oder einer nicht gerade motivierten Angestellten) ging es wieder zurück. Frische Kräfte erwarteten uns auf dem Berg und so ging auch das entladen sehr schnell. Die Arbeiten an der zweiten Platten konnten starten. Lasieren, abschleifen und noch einmal lasieren – das stand nun auf dem Programm.

rpt

Während einer die Holzarbeit machte, wurden am Freitagnachmittag die Kabelkanäle für die Hochfrequenzen- und Steuerleitungen an die Wand gebracht. Strickt nach Verwendung der Leitungen getrennt und mit positionsgenauen Öffnungen für die Zuführung der Kabel an die Station versehen, wurden die Kanäle montiert.

Hochzeit – die neuen Arbeitstische kommen in den Funkraum

Nein, wir haben nicht vergessen, wie schwer die Arbeitstische waren. Darum waren wir froh, weitere Mitglieder auf dem Gelände zu haben, die uns beim Transport aus der Werkstatthalle in den Shack tatkräftig zur Hand hingen. Alles war gut ausgemessen und jeder packte gut mit an und so konnten die neuen Tische ohne große Herausforderungen den neuen Standort im Funkraum beziehen.

Nach viel Kleinarbeit unter den Tischen konnte die erste Stellprobe der Geräte und die weitere Optimierung starten. Hier nun ein paar Eindrücke hiervon:

Nach einigen Diskussionen haben wir uns entschlossen, auf den Tischaufsatz zu verzichten. Stattdessen wanderten alle Geräte, die sonst dort aufgebaut werden sollten, in ein handelsübliches Regal eines schwedischen Möbelhauses. Hier sind nun die Stationmaster, der Rotorserver sowie alle Rotoren als manuellem Backup zu finden.

Nach und nach entwickelte sich so unser Stationskonzept, wie es jetzt zu sehen ist. Zusätzlich konnte Vera dem Kaufanreiz aus Schweden nicht wiederstehen und besorgte drei weitere Regale und Aufbewahrungstaschen. Nun kann jeder Operator sein Headset, Hausschuhe (HIHIHI) oder weitere personalisierte Materialien hier unterbringen. Ein besonderes Highlight wurde noch von Michael besorgt. Dieses Highlight steht nun in der Ecke und sticht farblich hervor. Ich denke, Ihr werdet sehen, was ich meine.

Das Ergebnis

Die Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen. Es müssen noch Verkabelungsarbeiten erledigt werden und minimale Arbeiten an der Beleuchtung. Kleine Änderungen am Stationsdesign kann es also noch geben.

Danke an alle, die hier die Arbeiten tatkräftig mit Hand oder Geldbörse unterstützt haben. Weitere Projekte ähnlicher Art auf dem Vereinsgelände sind in Planung.